Presse – Laudatio – Texte

 

Text zur Einzelaustellung ARTINNOVATION 2018

„Ansichten eines…“ heißt die neue Ausstellung in der Galerie ARTINNOVATION von hein Wachinger.

hein Wachinger wäre gerne der Maler des Unsinns und verschreibt sich somit den Idealen des Dadaismus. Er begreift dies als eine Möglichkeit, den Sinn des Lebens zu suchen, aber vermutlich nie zu finden.

hein Wachinger „lebt, arbeitet und leidet nach wie vor in seiner Geburtsstadt Schrobenhausen in Bayern“. Sein künstlerisches Schaffen begann Ende der 1960er Jahre. Bis 2006 war er nebenberuflich künstlerisch tätig. Seither arbeitet er ausschließlich als freier Maler und Skulpteur.

wachingers Spezialität sind seine sogenannten „Bühnenbilder“. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit handgeschnitzten Kleinskulpturen aus Holz. Sie nehmen heute den wichtigsten Teil seiner Arbeiten ein. Er verbindet dabei immer – technisch und thematisch – Skulptur und Bild. Es entstehen multimediale Kunstwerke, untrennbar miteinander verbunden.

Seine bevorzugten Motive sind surreale Landschaften und Menschen. Häufig versucht er eigene Traumbilder einfließen zu lassen. Ironie und Satire dürfen dabei keinesfalls zu kurz kommen.

Seine Arbeiten sollen singulär, unabhängig und unverwechselbar sein. Er versucht, sich vom gerade aktuellen Zeitgeschmack nicht beeinflussen zu lassen. Jedoch will sich Hein Wachinger keinesfalls vom gegenwärtigen Kunstbetrieb abgrenzen. Er ist gerne ein Teil davon.

wachinger hat aber eigene Vorstellungen, die von einschlägigen Einflüssen geprägt wurden. Ein starker Einfluss ist der Dadaismus, der steht „im Sinne der Künstler für totalen Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen.“  Weitere Inspiration bezieht Wachinger aus dem Werk des deutschen Komikers Karl Valentin. Bertolt Brecht, besonders sein Diktum „von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“ entspricht sehr seiner Denkweise. Und zuletzt lieferte Heinrich Böll mit seinem „Ansichten eines Clowns“ die Vorlage für den Titel der Ausstellung, der es den Interpretationen der Besucher überlässt, was Hein Wachinger eigentlich ist.

wachinger will keinen „Raumschmuck“ abliefern, sondern sich einmischen, kritisch und ironisch Missstände aufzeigen. Die Verweise auf gesellschaftliche Zustände sind bewusst gesetzt und fordern auf, zu hinterfragen und überdenken. So findet der Maler des Unsinns doch noch den Sinn.
 

Link zur Zeitschrift „BRENNER3“ vom 28.03.2018

Link zum  ONLINE  Magazin  „KULTURA EXTRA“
Berliner Liste 2015

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GALERIE-BÖHNER 
Im BECHTLE IT-Systemhaus 
Laudatio 
Dr. Helmut Orpel – Kunsthistoriker
Anlässlich der Vernisage am 20.04.2012
Hein Wachingers Arbeiten oben im ersten Obergeschoß sprechen da eine ganz andere Sprache. Man erinnert sich hier an die kombinatorischen Arbeiten der Surrealisten, die teilweise mit Malerei, aber auch mit Fundstücken Bilderwelten kombinierten, die in die Welt der Träume führten, Wachzustände des Unbewussten. Auf diese Weise loteten sie die existenzielle Situation des Menschen zwischen Traum und Phantasie neu aus. Die Kunst wurde zu einem neuen schöpferischen Universum, das auf ein anderes Dasein hinter der materiellen Welt verwies. Der Kunst wurde auf diese Weise die Funktion der Befreierin übertragen und das in einem umfassenden Sinne. An diese Impulse fühlt man sich angesichts der Arbeiten von Hein Wachinger wieder erinnert, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Verweise auf die Kritik der gesellschaftlichen Zustände in seinen Werken bewusst gesetzt sind.


Bericht in der Tageszeitung „Luxemburger Wort“ vom 20.03.2009
Im Original in französischer Sprache.

Eine ganz eigene Welt
Hein Wachinger stellt seine Arbeiten in der Artium Art Gallery aus.

Unter dem Motto „Mensch und Natur“ zeigt die Artium Art Gallery derzeit Bilder und Skulpturen des deutschen Malers und Skulpteurs Hein Wachinger .
In zwei Räumen der Galerie präsentiert er die ganz eigene Welt seines künstlerischen Schaffens.

Im Erdgeschoß werden neben kleinen Skulpturen aus Lindenholz auch Bilder – man könnte sie „Zwitter“ nennen – eine Verbindung von Malerei und Skulptur – gezeigt.
Im Tiefparterre der Galerie werden Bilder im für den Maler typischen Stil vorgestellt.
Der überwiegende Teil der Ausstellung besteht aus siebenundzwanzig Ölgemälden.

Gehen wir mit auf die Reise Hein Wachingers durch sein traumhaft unwirkliches Universum.
In einem Moment kaustisch und ironisch im anderen beängstigend und fremd.
Die menschlichen Wesen auf den Werken sind gesichtslos.
Sie sind meist nicht mehr als eine flüchtige Andeutung, eingepasst in Landschaft und Ruinen.
Des Menschen Kraft unterliegt den Mächten der Natur.
Die Natur fordert Ihr Recht an den surrealistisch architektonischen
Entwürfen des Hein Wachinger.
Vor dem Abgrund
Der Künstler präsentiert uns hier eine Bilderwelt voller Anspielungen.
Staunend erkennt man den Schattenriss Barack Obamas oder das Antlitz Che´s.
Hein Wachingers Arbeiten sind sperrig und eigenwillig, voller Ecken und Kanten.
Ein halbes Dutzende der ausgestellten Werke, die „Zwitter“, erregen unsere Neugierde.
Die Verbindung von Malerei und Skulptur ergänzt sich zu surrealen Bilderwelten.
Vermeintlich spielerisch schlendern die kleinen Figuren durch die Szenen.
Sie erinnern uns an die Playmobil-Figuren entstiegen unseren Spielzeugkisten.
Durch seine Installationen sucht Hein Wachinger den Gegensatz.
Sportler räkeln sich vor den Fassaden einer namenlosen Stadt.
Zirkusleute tanzen vor einem verschlossenen Vorhang.
Es macht Hein Wachinger offensichtlich Freude bekannte Werke der Kunstgeschichte wie z.B.
Leonardos Abendmahl zu zitieren.
Er manifestiert und regt mit seinen Arbeiten an zu kritisch/ironischen Debatten.
Seine künstlerischen Ansprüche gehen weit über das hinaus, was nur unterhält.
Er mischt sich ein.
Er will uns Missstände aufzeigen in den Institutionen von Kirche und Politik.
Er fordert uns auf ein gleiches zu tun.


Kunstmagazin „ArtiumluxArt“

Der Maler und Skulpteur Hein Wachinger, dessen Bilder in Privatkollektionen und im Museum vertreten sind, wurde 1947 in Schrobenhausen geboren und malt seit seiner Jugend. Er bevorzugt Landschaften und Menschen als Sujets seiner surrealen Malerei. In seinen malerischen Erzählungen, wo die Farbe selbst den Betracher zu einer introspektiven Wachsamkeit anregt, posieren antropomorphe Figuren als Schatten oder Symbole auf der Oberfläche der Bilder und Reliefs.
Seine abstrahierten Skulpturen aus Lindenholz sind mit ihrer inneren Balance besonders gelungene Arbeiten.

(Text Redaktion Artium 2009

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